Adobe Spark Video

Kurzbeschreibung

Adobe Spark ist eine Sammlung von drei Applikationen, die sowohl über eine gemeinsame Webseite als auch als separate Apps (für iOs-Geräte) verfügbar sind: Post, Page und Video. Alle drei weisen große Ähnlichkeiten in Design und Bedienung auf. Zudem sind sie alle gänzlich kostenfrei nutzbar und verfolgen alle das Ziel des visuellen Storytellings.

Wie der Name bereits verrät, lassen sich mit Adobe Spark Video einfache, aber dennoch optisch ansprechende Videos mit Leichtigkeit erstellen. Hierbei ist jedoch zu betonen, dass es sich bei Spark Video um keinen Video-Editor oder Schnittprogramm, wie z.B. iMovie oder Shotcut handelt. Vielmehr ist es eine Form des visuellen Storytellings. Mit einfachen Mitteln und intuitiver Bedienung lassen sich in Kürze tolle Erklärvideos produzieren. Hierbei können kostenfreie oder selbstgeschossene Fotos oder eigene Videoausschnitte mit kurzen, plakativen Textergänzungen zusammengeführt werden. Sofern es das Endgerät erlaubt, kann dieser Mix zum Schluss durch eine Audiospur ergänzt werden.

 

Link zur Webanwendung

Adobe Spark Video

Adobe Spark Video
Preis: Kostenlos+

 

Detailbeschreibung

Ähnlich wie die beiden Schwester-Apps Spark Page und Spark Post, geht es bei Spark Video darum Geschichten auf illustrative Weise zu erzählen – in diesem Fall, indem man kurze Videoclips erstellt. Das Arbeiten mit Adobe Spark macht in der Schule viel Spaß, weil keine Design-, Videobearbeitungs- oder Programmierkenntnisse benötigt werden und am Ende oft beeindrucke und optisch eindrucksvolle Ergebnisse zustande kommen.

 

Die Anmeldung erfolgt entweder über die Spark-Webseite oder über die iOs-App (Android-Nutzer müssen noch etwas warten – die App wird zurzeit entwickelt). Entweder lege ich eine Adobe-ID über meine E-Mail-Adresse fest oder ich verknüpfe ein Facebook- oder Google-Konto mit meinem Spark-Account. Auf meinem Adobe Spark-Konto werden meine Projekte gespeichert, so dass ich später auch von anderen Endgeräten darauf zugreifen und weiterbearbeiten kann.

 

Nach dem Login sehe ich auf meiner Startseite eine Auswahl an Tutorial-Clips sowie eine Übersicht meiner bereits erstellten Projekte. Habe ich noch kein Projekt oder möchte ich ein neues erstellen, so tue ich dies über die große „+“-Schaltfläche im oberen Bereich. Wenn ich mich auf der Homepage befinde, wähle ich nun aus, ob ich mit Spark Page eine Webseite, mit Spark Post eine Grafik oder mit Spark Video ein Video erstellen will. Über ein iOs-Gerät treffe ich die Entscheidung über die Auswahl der jeweiligen App.

 

Bevor ich auf der tatsächlichen Bearbeitungsebene lande, kann ich mich entscheiden eine Vorlage zu wählen oder mit einer leeren Arbeitsfläche beginnen. Für den Anfang rate ich jedem ohne Vorlage zu arbeiten, weil sich die einzelnen Funktionen so besser erproben lassen. Zwar gibt es die unterschiedlichen Tutorialvideos, anfangs ist es aber ratsam sich zunächst ein Test-Projekt zu erstellen und einfach drauflos zu experimentieren. Dabei wird man die meisten Funktionen bereits entdecken und verstehen.

 

Habe ich also einen Titel für mein Video eingegeben und mich für oder gegen eine Vorlage entschieden, kann ich mit der eigentlichen Bearbeitung beginnen. Grob lässt sich dieser Prozess vielleicht mit der Erstellung einer digitalen Präsentation, wie z.B. mit Microsoft PowerPoint, erklären. Mein Video besteht aus beliebig vielen einzelnen Folien, die ich einzeln bearbeiten und mit Inhalt füllen kann.  Gleich zu Beginn sehe ich schon drei Folien. Die erste steht mir zur freien Bearbeitung zur Verfügung, die zweite sollte man im Idealfall gar nicht bearbeiten, denn hier versteckt sich eine Art automatisiertes Quellenverzeichnis. Sobald ich meinem Projekt Bilder mit einer Creative Commons-Lizenz (d.h. sie sind kostenfrei, setzen aber zwingend die Nennung des Urhebers voraus), erscheinen die besagten Titel automatisch auf dieser Folie in einer Liste. Sofern sich die Schüler also auf eigene Fotos sowie Creative Commons-lizensierte Bilder aus der integrierten Bildersuche bedienen, ist man Copyright-technisch auf der sicheren Seite. Zu betonen ist, dass der im Hintergrund ablaufende Automatismus nicht mehr funktioniert, sobald die Schüler diese Folie manuell bearbeiten. Beim ersten Versuch dies zu tun, erhält der Nutzer auch eine Systemmeldung, die eben hiervor warnt.

Die letzte Folie zeigt lediglich, dass Adobe Spark-Logo, so dass die Betrachter des Videos nachvollziehen können, dass der Film mit Spark Video erstellt wurde.

 

Kommen wir nun zu den konkreten Möglichkeiten, die sich mit bei der Bearbeitung einer Folie bieten. Wie auch in den anderen Spark-Anwendungen, weist das kleine Plus-Symbol darauf hin, dass ich Inhalte hinzufügen kann. Wähle ich dieses aus, öffnet sich ein Menüfeld, das mir anbietet ein Video, ein Textfeld, ein Bild oder ein Icon hinzuzufügen. Bei der Icon-Suche greift die Anwendung auf die Bibliothek der Webseite The Noun Project zurück. Alle Icons sind kostenfrei verwendbar.

 

Beim Einfügen eines Bildes habe ich natürlich die Möglichkeit ein Foto hochzuladen. Bei der Arbeit mit Schüler ist explizit darauf hinzuweisen, dass das Hochladen eigener Bilder nur dann erlaubt ist, wenn dadurch keine Urheberrechte verletzt werden.

Ich habe unter anderem aber auch die Möglichkeit Bilder aus einer Online-Galerie zu wählen. Hier empfiehlt sich in erster Linie der Menüpunkt „Find free photos“, über den ich auf eine Bildersuchfunktion gelange. Hier kann ich nun mit Hilfe englischsprachiger Suchbegriffe das passende, kostenloste Bild auswählen. Die Urheberrechtsnennung wird von Adobe Spark, wie bereits erwähnt, automatisch auf der vorletzten Folie übernommen.

Habe ich bei Verwendung des Standardlayouts ein Bild gefunden und eingefügt, füllt dieses automatisch den gesamten Hintergrund der Folie. Davor bleibt mir nun nur noch die Möglichkeit ein Icon oder ein Textfeld zu platzieren. Anschließend wähle ich in der rechten unteren Ecke eine Zeitspanne zwischen einer bis maximal 30 Sekunden aus. Das ist die Länge, die diese eine Folie im fertigen Video zu sehen sein wird.

Außerdem kann ich über den roten Aufnahme-Button unten in der Mitte eine Tonspur zu dieser Folie aufnehmen. Habe ich z.B. zuvor eine Anzeigelänge von fünf Sekunden eingestellt und nehme nun eine Audiospur von 12 Sekunden auf, so wird die Folienlänge automatisch an die Länge der Audioaufnahme angepasst.

 

Nun kann ich eine weitere Folie hinzufügen und mit der Bearbeitung meines Videos fortfahren. Neben dem Standardlayout stehen mir drei weitere Layout-Optionen zur Verfügung. Diese erreiche ich über den Menüpunkt „Layout“ oben rechts. Das Standard-Layout ist mit „Fullscreen“ bezeichnet. Alternativ kann ich den „Splitscreen“, das „Caption“-Layout oder eine Folie mit Titel und Untertitel wählen. Was sich genau dahinter verbirgt, lässt sich am besten durch eigenes Ausprobieren herausfinden.

 

Neben dem Untermenü „Layout“, sehe ich den Reiter „Themes“. Hier werden mir unterschiedliche Videodesigns angeboten. Sie lassen sich nicht für einzelne Folien, sondern immer nur für das gesamte Projekt auswählen und haben Einfluss auf die Schriftart, Farbe, automatische Fotofilter sowie Übergangsanimationen. Auch hier gilt es zunächst auszuprobieren und seine liebsten Themes zu finden. Zurzeit stehen acht Designvorlagen zur Auswahl.

Ich empfehle zunächst zwei bis drei Folien mit Inhalten zu füllen und erst dann die Themes auszuprobieren. So lassen sich die Effekte am besten erkennen.

Ich kann mir auch jederzeit eine Vorschau des Endproduktes oder der jeweils ausgewählten Folie anzeigen lassen. Hierzu klicke ich auf den jeweiligen Play-Button.

 

Über den Menüpunkt „Music“ gelange ich zu einer relativ umfangreichen Übersicht mit kostenfrei Musikstücken, die ich mir zunächst probeweise anhören oder direkt für mein Video auswählen kann. Auch hier lässt sich nur ein Musikstück für das gesamte Projekt aussuchen. Über den Button „Add my music“ lassen sich auch eigene MP3-Dateien hochladen – hier ist jedoch wieder Vorsicht geboten was das Urheberrecht angeht. In den wenigsten Fällen besitzen Schüler Musik, deren Urheber sie tatsächlich selbst sind.

 

Habe ich meine Folien vollständig bearbeitet, mein favorisiertes Designtheme ausgewählt und passende Musik hinzugefügt, kann ich das Video entweder direkt hochladen oder über die Schaltfläche „Share“ veröffentlichen. Ich muss nur noch ein paar letzte Informationen wie den Titel und den Autor eintragen und kann mir dann einen Online-Link generieren lassen. Diesen kann ich weitergeben oder einbetten – beispielsweise in eine Webseite, die ich mit Adobe Spark Page erstellt habe. So lassen sich in der Schule umfangreichere Projekte gestalten, die die unterschiedlichen Möglichkeiten der Adobe Spark-Anwendungen optimal nutzen und zusammenführen. Ein Beispiel für ein solches Projekt ist über den Link ganz unten zu finden.

 

Ein Beispiel-Video und Anregungen für eigene Projekte

Das erste Beispiel ist ein Tutorial, das ich erstellt habe, um meinen Kolleginnen und Kollegen zu erklären wie sie die Seite classroomscreen.com als zweite Startseite im Firefox-Browser einstellen können.

Ich habe hierbei mehrfach mit Screenshots gearbeitet, die in das Splitscreen-Layout eingebettet und durch kurze Texte ergänzt wurden.

Sofern den Schülern bekannt ist wie sie Screenshots machen und gegebenenfalls mit Pfeilen oder anderen Hervorhebungen arbeiten können, ist ein ähnliches Schülerprojekt vorstellbar. Der Vorteil daran ist, dass das Video immer und immer angesehen werden kann. Statt Screenshots könnte auch z.B. ein Versuchsaufbau im Chemie-, Bio- oder Physikunterricht dokumentiert werden oder ein Kochrezept in Form eines Videos dargestellt werden.

Wie bereits erwähnt ist es auch denkbar die Funktionen von Spark Video mit denen von Spark Page zusammenzuführen. Am Beispiel des Kochrezeptes, könnte dies bedeuten den Zubereitungsprozess mit Fotos zu dokumentieren und die einzelnen Schritte in kurzen Spark Videos darzustellen – je nach verfügbaren Endgeräten können Fotos oder kurze Videosequenzen gemacht werden. Diese Einzelvideos können dann auf einer Spark-Webseite gesammelt und mit weiteren textlichen Ergänzungen untermalt werden.

Die Zutatenliste könnte man als i-Tüpfelchen in besonders ansprechender Weise mit Hilfe von Spark Post erstellen und ebenfalls in die Homepage integrieren.

 

Das unten verlinkte Praxisbeispiel bietet weitere Ideen für umfangreiche Schulprojekte mit den unterschiedlichen Spark-Anwendungen.

 

Praxisbeispiel

– ausführliches Praxisbeispiel folgt in Kürze –

 

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