Adobe Spark Post

Kurzbeschreibung

Adobe Spark ist eine Sammlung von drei Applikationen, die derzeit über eine gemeinsame Webseite sowie als separate Apps für iOs-Geräte verfügbar sind: Post, Page und Video. Alle drei weisen große Ähnlichkeiten in Design und Bedienung auf. Zudem sind sie alle gänzlich kostenfrei nutzbar und verfolgen alle das Ziel des visuellen Storytellings.

Mit Adobe Spark Post lassen sich beeindruckende Grafiken für Flyer, Plakate, Präsentationen oder Social Media entwerfen – alles in Sekundenschnelle und ohne Vorkenntnisse. Die Bedienung ist sehr intuitiv, viele Funktionen lassen sich durch bloßes Ausprobieren aneignen. Ansprechende Beispiele sorgen darüberhinaus für Inspiration und die Integration von Creative Commons-Diensten, wie die Bildsuchmaschinen Pixabay und Unsplash oder die Icon-Galerie The Noun Project, bietet die kostenfreie Nutzung von Bildern und Symbolen, wodurch das Risiko von Urheberrechtsverletzungen durch die Schüler deutlich gemindert wird.

Android-Nutzern steht zurzeit lediglich eine Beta-Version von Adobe Spark Post zur Verfügung. Spark Page und Spark Video sind noch nicht nutzbar.

 

Link zur Webanwendung & den Apps

Adobe Spark Post

Adobe Spark Post
Preis: Kostenlos+

 

Detailbeschreibung

Alle drei Adobe Spark-Anwendungen sind ähnlich aufgebaut, lediglich die Form des Endproduktes unterscheidet sich. Mit Spark Post lassen sich ansprechende und professionell aussehende Grafiken erstellen – und das ohne großen Zeitaufwand oder tiefgreifendes Vorwissen.

 

Ich brauche für die Nutzung einen Account. Entweder erstelle ich mit Angabe einer E-Mail-Adresse eine so genannte Adobe ID oder ich verknüpfe ein bestehendes Google- oder Facebook-Konto mit dem Account.

Nach der Registrierung kann ich direkt loslegen. Nutzen kann ich die Anwendung über die gemeinsame Webseite oder ich lade mir die jeweiligen Apps herunter. Derzeit sind alle drei Anwendungen für iOs verfügbar. Android-Nutzer müssen sich noch ein wenig gedulden – hier steht bislang lediglich Adobe Spark Post in einer Beta-Version zur Verfügung.

 

Auf der Startseite sehe ich eine Übersicht meiner bislang erstellten Projekte. Darüber finden sich Tutorials und kreative Ideen zur Inspiration. Ganz oben in der Mitte befindet sich ein runder, blauer Button mit einem weißen Plus-Zeichen. Hier kann ich ein neues Projekt starten. Befinde ich mich auf der Webseite, muss ich zunächst festlegen, ob ich mit Spark Posts Grafiken, mit Spark Page Webseiten oder mit Spark Video Videos erstellen möchte.

 

Entscheide ich mich für Spark Post werde ich nun zunächst gefragt, ob ich mit einer Design-Vorlage oder einem leeren, weißen Hintergrund starten möchte. In der Regel rate ich Schülern mit letzterem zu beginnen – allein deshalb, weil mir in der Bedienung nichts vorweg genommen wird und ich den kreativen Prozess bei Null beginne. Hierzu klicke ich auf „Start from scratch“. Der letzte Schritt bevor ich mit der eigentlichen Arbeit an der Grafik beginne, ist die Auswahl des Formats. Aber keine Sorge – entscheide ich mich an diesem Punkt für ein falsches Format, kann ich dies im weiteren Arbeitsprozess problemlos ändern.

 

Nach einem kurzen Lade-Bildschirm, lande ich direkt in der kostenfreien Bildersuche, die auf die Bibliotheken der ebenfalls kostenfrei nutzbaren Bildsuchmaschinen unsplash.com sowie pixabay.com zurückgreift. Auch hier rate ich in der Regel zunächst zum Überspringen durch einen Klick auf die Schaltfläche „Skip“.

Ich sehe nun eine (fast) leere Arbeitsfläche vor mir. In der Mitte befindet sich bereits ein Textfeld mit dem Hinweis „double click to edit text“. Rechts befinden sich zudem wieder Designvorlagen, die durch einfaches Anklicken ausprobiert werden können. Gefällt es mir doch nicht, klicke ich die nächste an oder gehe mit der Schaltfläche „Undo“ (oben) einen Schritt zurück.

 

Klicke ich auf das Textfeld, kann ich es bearbeiten. Es bieten sich viele Möglichkeiten: Schriftart, Ausrichtung, Größe, Zeilenabstand oder Transparenz. Außerdem lassen sich natürlich die Textfarben ändern und Effekte wie Schattierungen oder Konturen hinzufügen. Auch das Einbetten in Formen kann das Textfeld schnell und einfach optisch aufwerten.

Fühle ich mich überfordert von den Möglichkeiten oder stelle ich nach einiger Zeit fest, dass ich kein zufriendestellendes Ergebnis erzeugen kann, bleibt mir noch eine starke Geheimwaffe: hinter der Auswahlschaltfläche „Style“ verbirgt sich das „Suggestions“-Rad, das durch simples Drehen zufällige Textfelddesigns anzeigt. Ich kann hier so lange drehen bis ich ein Design gefunden habe, dass mir gefällt. Spätestens jetzt findet jeder das passende Layout – auch ohne Expertenwissen im Bereich Bildbearbeitung.

 

Neben dem Textfeld benötigen wird natürlich noch Bilder – denn nur selten ist ein einfarbiger Hintergrund wirklich zufriedenstellend. Um dies zu erreichen, genügt ein einzelner Klick auf den Bildhintergrund. Ich kann hier entweder eine andere Farbe auswählen oder gelange, durch einen Klick auf den Button „Image“, auf ein Menü, mit dessen Hilfe ich Fotos einfügen kann. Entweder lade ich selbst Fotos hoch (natürlich nur sofern ich selbst der Urheber des Bildes bin) oder ich greife auf eines der vielen Angebote zurück, die aufgelistet werden. Für den schulischen Einsatz ist vor allem der Menüpunkt „Find free photos“ besonders interessant, denn auch hier stecken wieder die Dienste Unsplash und Pixabay dahinter. Die Fotos, die ich hier finde, darf ich also tatsächlich kostenfrei verwenden.

Ich gebe also einen passenden Suchbegriff ein (englische Suchbegriffe liefern eine deutlich größere Zahl an passenden Treffern) und wähle eines der vorgeschlagenen Bilder aus. Nun kann ich noch einen Farbfilter anwenden, wenn ich möchte oder heranzoomen sowie das Bild drehen.

 

Möchte ich weitere Elemente, z.B. weitere Textfelder, Bilder oder Symbole einfügen, tue ich dies über die graue Schaltfläche „+ Add“ in der oberen rechten Ecke. Wenn ich vorübergehend mit der Bearbeitung aufhören möchte, kann ich mit einem Klick auf das Logo „Sp“ (links oben) zum Hauptmenü zurückkehren. Das Projekt wird hierbei automatisch gespeichert.

Oder aber ich bin mit dem Endergebnis zufrieden, so bieten sich mir zwei Möglichkeiten. Entweder ich lade die Grafik über die Schaltfläche „Download“ auf mein Endgerät herunter oder ich klicke auf „Share“ und kann das Bild direkt auf Facebook, Twitter oder per E-Mail teilen. Ich kann mir aber auch einen Weblink generieren lassen, den ich z.B. über einen Messenger an andere Personen weiterleite.

 

Screenshot-Galerie

Die folgenden Beispiele sind entweder von mir selbst oder von Schülerinnen und Schüler erstellt.

 

Ich halte alle Adobe Spark-Anwendungen für extrem gut einsetzbar im schulischen Alltag. Ohne Vorwissen können die Schülerinnen und Schüler Grafiken erstellen, die professionell wirken und optisch sehr ansprechend sind. Die Gefahr von Urheberrechtsverletzungen wird zudem gemindert. Habe ich in der Vergangenheit den Auftrag gegeben Bilder zu einem Thema zu suchen, habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass gedankenlos und unbekümmert die Google Bildersuche verwendet wird und die heruntergeladenen Bilder oft ohne Bedenken eingefügt und zum Teil verbreitet wurden.

Ein Flyer für den nächsten Kuchenverkauf lässt sich in Sekunden wie ein professioneller Werbeflyer gestalten, ein Plakat für das Schulfest wirkt wie von einem Designer entworfen, Präsentationen lassen sich optisch extrem aufwerten und in Kombination mit Adobe Spark Page und Adobe Spark Video lassen sich tolle Unterrichtsergebnisse produzieren, gegen die die herkömmlichen Hefteinträge oder Arbeitsblätter gnadenlos abstinken. Schüler sind plötzlich echte Produzenten, die stolz sind auf das was sie in Schule erstellt haben.

 

Noch nie habe ich es vorher erlebt, dass an Arbeitsaufträgen freiwillig mit teilweise großem Zeitaufwand weitergearbeitet wird. Bei der Verwendung von Adobe Spark passiert dies regelmäßig. Die Schülerinnen und Schüler zeigen eine große Motivation und die Endergebnisse lassen Kollegen und Eltern staunen – vor allem wenn man ergänzt in welchem kurzen Zeitraum sie entstanden sind.

Mehr dazu gibt es im nachfolgenden Praxisbericht aus meinem Wirtschaft/Politik-Unterricht:

 

Erfahrungen aus dem eigenen Unterricht

folgt in Kürze –

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